Siegen-Obersetzen, den 20.11.2010
Wieder ein Thema in Setzen:
Diebstahl & Einbruch
Schöne Bescherung! Vorweihnachtliche Überraschung!
Zum zigsten Male ungebetene Gäste im Vereinsheim des SV Setzen 1911!
Wie heißt es so schön im Weihnachtslied von Wilhelm Hey und Friedrich Silcher:
Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.
Es müsste eigentlich heißen:
Alle Jahre wieder kommt das Gaunerpack in unser Vereinsheim nieder …
Am Samstagmorgen (20.11.2010) wurde ein Einbruchdiebstahl in das Sportheim des SV Setzen 1911 entdeckt und der Polizei gemeldet.
Durch Aufhebeln/Auftreten/Aufdrücken eines Eingangstores und eines Fensters am rück-, bzw. seitwärtigem Bereich des Gebäudes verschaffte man sich Zugang ins Sportlerheim und durchwühlte die Räumlichkeiten.
Die Eingangstür bot den kriminellen Elementen, von außen und von innen, derart großen Widerstand, dass man das Diebesgut umständlich zum Fenster heraus transportieren musste.
Leider bezahlte die Eingangstür diesen ungleichen Kampf fast mit dem Leben, was soviel bedeutet, dass ihre Tage bis auf weiteres gezählt sind. Sie muss ausgetauscht werden.
Die Täter hinterließen beträchtliche Schäden an Gebäude (Vandalismus) und Inventar (Beute):
Es wurde entwendet die gesamte TV- und Radioanlage samt Boxen, Laptops mit den dazugehörigen Druckern, Telefonanlage, Mikrowelle, Waffeleisen und was besonders schwer wiegt, die gesamten Getränkevorräte des Vereins (Bier, Glühwein, Cola, Kaffee, usw.)!
Man schätzt den Gesamtschaden auf einen höheren vierstelligen Eurobetrag.
Die Ermittlungen dauern an.
In der gleichen Nacht wurden ebenfalls die Sportheime vom FC Dautenbach und der SG Siegen-Giersberg von „Langfingern“ besucht! Auch das Klafelder Hofbachstadion leidet momentan sehr stark unter dieser Art nächtlichen, ungebetenen und fragwürdigen Besuchs.
Die Siegener Polizei bittet um Mithilfe, wer eventuell in der Nacht von Freitag auf Samstag (vom 19. auf den 20.11.2010) im Bereich des Sportplatzes auffällige Wahrnehmungen gemacht hat (Personen, Fahrzeuge) oder wer vielleicht von irgendwelchen Unregelmäßigkeiten zu berichten weiß.
Die Kontaktnummer zur Kripo ist uns wohlbekannt:
Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter Telefon 0271-7099-0.
Alle 2 Minuten wird in unserem Staat eingebrochen.
Der Beuteschaden in Deutschland liegt bei etwa 250 Millionen Euro pro Jahr (2005).
Mit 19,3 % bewegt sich die Aufklärungsquote (beim Wohnungseinbruch) auf niedrigem Niveau.
Im deutschen Rechtsraum kommt der Tatbestand „Einbruch“ nicht vor!
Als Einbruch bezeichnet man das unerlaubte Eindringen in einen abgegrenzten Bereich bei Überwindung eines Hindernisses.
Ein Einbruch geschieht in der Regel mit dem Ziel, in den Besitz von Gegenständen und/oder Informationen zu kommen.
Wer weiter am deutschen Strafrecht interessiert ist, kann nachschlagen beim § 243 (Tatbestände) und sich dort ein Bild von dem machen, was bei einem Einbruchdiebstahl auf ihn zukommen kann.
Einbrecher haben also während unserer Abwesenheit die Gunst der Stunde genutzt, um sich ungehemmt und ungebremst an unserem Eigentum zu bedienen.
Neben dem rein materiellen Verlust bedeutet gerade ein Einbruch nämlich immer auch einen Eingriff in die Privatsphäre und damit eine erhebliche Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls.
Sicherheit im alltäglichen Leben ist ein existentielles Grundbedürfnis des Menschen!
Fakt ist: Langfinger finden heute vielfältige „Betätigungsfelder“.
Nahezu überall setzen Diebe ihr Verständnis von „Selbstbedienung“ skrupellos in die Tat um.
So einfallsreich die Tricks der Ganoven, so individuell angepasst muss auch eine Vorbeugestrategie sein, um sich auf Dauer wirksam zu schützen.
Die Frage für uns ist: Wie können wir den Gesetzesbrechern mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen ein Schnippchen schlagen und unser Eigentum zuverlässiger sichern?
Effektiver Schutz fängt bei einfachen Verhaltensregeln an (angekippte Fenster!).
Spezielle einbruchhemmende Türen und Fenster bieten wirkungsvollen Schutz.
Bei höheren Risiken bieten elektronische Sicherheitssysteme einen Zugewinn an Sicherheit und Komfort (Einbruchmeldeanlagen mit „Krach“ und Licht, und Gefahrenanlagen mit lautloser Meldung an Sicherheitsdienst/Polizei).
Welche Technik geeignet ist, muss von Fall zu Fall individuell entschieden werden.
Rüsten wir unsere Sporterlebniswelt festungsgleich aus, errichten wir ein Bollwerk gegen Diebesbanden und Eigentumsverletzern, schützen wir unser Hab und Gut.
Einbruch - Nicht bei uns!
Gez. Dirk Schwarzfärber
20.11.2010
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